Franziska Drohsel, die neue Bundesvorsitzende der Jusos (Jungsozialisten-Jugendorganisation der SPD), wird wegen ihrer Mitgliedschaft in den zwei politisch-kulturellen Vereinen "Rote Hilfe" und VVN-BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten) kritisiert.
Kritik an Inhabern politischer Ämter ist legitim und wichtig für eine offene Gesellschaft. Aber es wird leider in diesem konkreten Fall meiner Meinung nach
1. von den Menschen, die ernsthaft und wirklich über extremistische Tendenzen bei großen Parteien besorgt sind die Situation übertrieben und sachlich nicht vollständig informiert dargestellt.
Auch nutzen manche Menschen dies jetzt vielleicht um "der heuchlerischen moralisierenden Linken" eins auszuwischen und mal "genauso wie die das tun, auch einen Skandal medial zu inszenieren".
Aber das führt in der sachlichen Debatte leider überhaupt nicht weiter.
2. von vielen Personen - die gar nicht sachlich sondern nur ideologisch bzw. parteitaktisch Hysterie schüren wollen - wird diese Situation jetzt auch für parteipolitische Zwecke als "Skandal" inszeniert. (Das ist leider in letzter Zeit sowohl bei "rechten" wie auch bei "linken" Parteitaktikern beliebt geworden.
Sachliche Kritik ja - persönliche Kampagnen und Hysterie-Inszenierung nein.
Interview mit Franzsika Drohsel, an deren Mitgliedschaften der "Skandal" inszeniert wurde.
Sachlich falsch aber persönlich verständlich: Franziska Drohsel kündigt Austritt aus "Rote Hilfe e.V." an.
Seba96 - 1. Dez, 14:27